Ein Assistenzhund für Leni: Abendblatt-Leser halfen mit Spenden

31.8.2026
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Lesedauer:
3 Minuten. Von: Liv Sachisthal

Auf diesen Moment hatte Leni über ein Jahr hingefiebert, und als der große, schwarze Hund reinkam, wusste sie gleich, wie er heißen sollte: Ninja – so wie die japanischen Schattenkämpfer. Der Labrador-Barbet-Mischling ist seit April dieses Jahres als Assistenzhund an der Seite der Elfjährigen, die mit spinaler Muskelatrophie lebt – einer Erbkrankheit, die durch Muskelabbau zur Bewegungsunfähigkeit führt. Nach einem Aufruf des Abendblatt-Vereins auf der Mensch-Seite im Juni 2025 hatten Leser mit Spenden dazu beigetragen, dass die dreiköpfige Familie aus Bardowick Lenis Traum von einem vierbeinigen Begleiter in die Realität umsetzen konnte.

Ein ausgebildeter Assistenzhund kostet 35.000 Euro


Ein Weg mit mehreren Hürden: Da war die Summe von rund 35.000 Euro, die ein Assistenzhund wegen seiner aufwendigen Ausbildung kostet und die Lenis Eltern stemmen mussten. Da war die Vorstellung der Familie bei dem Assistenzhund-Ausbilder „Partnerhunde Österreich“ im April 2025, und dann war da das lange Warten. In diesen zwölf Monaten wurde der Welpe vorausgebildet, sozialisiert und auf Lenis Bedarfe vorbereitet. Ein Jahr später konnte die Familie wieder in das Assistenzhund-Zentrum fahren und Lenis Hund endlich kennenlernen. „Er war ein bisschen aufgeregt und hat gleich Pfötchen gegeben, um zu zeigen, was er kann“, erzählt Mutter Jessica Lange und ergänzt: „Wir haben ihn mit Leckerlis gefüttert und gekuschelt – und dann ging es auch schon ans Eingemachte.“

Assistenzhund Leni
Leni kuschelt mit ihrem Assistenzhund Ninja. © privast | Privat


Noch in dem österreichischen Hundehof werden die drei 14 Tage lang intensiv gemeinsam mit Ninja trainiert. Sie lernen über 30 Ruf-Befehle, üben mit Ninja, wie er Türen öffnet, Lichtschalter an- und ausmacht und eng neben dem Rollstuhl läuft. Anfang Mai ist es dann so weit, und Ninja kann mit nach Bardowick, in sein neues Zuhause. Seitdem sind Leni und er „ein echtes Dream-Team“, sagt Jessica Lange. Ninja hebt Gegenstände auf, legt sie bei Bedarf in Lenis Schoß oder aufs Bett und begleitet sie an Orte, die das Mädchen zuvor als unsicher erlebt hat.