HafenCity Run: 119.329 Euro kamen für den Abendblatt-Verein zusammen

29.10.2026
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5 Minuten. Von Liv Sachisthal. Steven Richter, Sabine Tesche und Andreas Kleinau (v. l.) bei der symbolischen Scheckübergabe an den Abendblatt-Verein. © FUNKE Foto Services | Roland Magunia

Für Andreas Kleinau ist die Teilnahme am HafenCity Run Ehrensache. So lief der Geschäftsführer der HafenCity Hamburg GmbH mit seinem Team am 30. Mai bei dem Benefiz-Lauf zugunsten des Abendblatt-Vereins ganz vorne mit.

„Für mich gehörte der HafenCity Run 2026 zu den ganz besonderen Momenten des Jahres. Es war beeindruckend zu sehen, wie sich Menschen aus Unternehmen, Vereinen und Initiativen gemeinsam für den guten Zweck engagieren. Diese Energie ist beim Laufen spürbar, und im Ziel geht es auch nicht um persönliche Bestmarken. Es geht darum, was wir gemeinsam erreichen können – und das drückt sich auch in der tollen Spendensumme aus. Dass aus gemeinsamem Engagement konkrete Unterstützung für soziale Projekte entsteht, macht den HafenCity Run so wertvoll“, sagte Andreas Kleinau bei der symbolischen Spendenscheckübergabe für den HafenCity Run.

Erlöse von HafenCity Run gehen an soziale Projekte – sie fördern Teilhabe rund um den Hamburger Hafen

Der erlöste in diesem Jahr eine Spendensumme von 119.329 Euro. Insgesamt waren 20.000 Läufer in 561 Teams auf der vier Kilometer langen Strecke mit dabei. Steven Richter, Geschäftsführer von BMS Die Laufgesellschaft, freut besonders, dass erneut so viele Menschen mit Behinderung an dem Lauf teilnahmen. „Der HafenCity Run ist der inklusivste Lauf Deutschlands. Es kann jeder bei uns mitmachen, das finde ich besonders schön neben dem guten Zweck. Das alles unterscheidet uns auch von den anderen Firmenläufen in Hamburg“, sagte Richter. Seine Firma organisiert den Lauf seit Jahren, dessen Strecke inzwischen fast barrierefrei ist.

Mit dem Erlös aus Norddeutschlands größten Benefiz-Lauf werden zwölf soziale Initiativen unterstützt. 20.000 Läufer nahmen teil.© Hamburger Abendblatt

Doch nicht nur beim Lauf, sondern auch bei der Vergabe des Erlöses spielt dabei das Thema Teilhabe eine große Rolle. So erhalten zwölf soziale Projekte rund um den Hamburger Hafen und die Elbinseln eine Förderung, die sich in besonderer Weise für benachteiligte Kinder und Erwachsene einsetzen. Dazu gehört Brücken für Kinder e. V., der in diversen Stadtteilen Bewegungsangebote für Menschen mit Behinderung schafft. Beim HafenCity Run organisiert der Verein außerdem die inklusive After-Run-Veranstaltung. Über die gezielte Ansprache von Werkstätten und Einrichtungen will er den Anteil der Läufer mit Beeinträchtigungen im Jahr 2027 auf 1500 steigern.

Hafencity Run 2026 - Brücken für Kinder
Brücken für Kinder e. V. wird durch den Erlös aus dem HafenCity Run gefördert.© Privat | Privat

Um Bewegung geht es auch bei der Talentaufbaugruppe Ochsenwerder vom Hamburger Sportbund. Lizenzierte Trainer schulen die jungen Teilnehmer beim wöchentlichen Training in grundlegenden sportlichen Fähigkeiten. Auf dieser Basis können sie ihre persönlichen Stärken erkennen und bestimmte Sportarten vertiefen.

Asterix und Obelix erobern die HafenCityIn Hamburg lässt eine spektakuläre Show die Abenteuer von Asterix und Obelix neu aufleben.

Spenden durch HafenCity Run: Kuschelige Riesenraupe für Kinder auf den Elbinseln

Sport und Integration verknüpft der Parkour Creation e. V. mit seinen Angeboten. Gerade bei jungen Menschen ist die Sportart, bei der es darum geht, den eigenen Körper möglichst effizient, schnell und sicher durch urbane Landschaften zu bewegen und Treppen und Mauern nicht als Hindernisse zu sehen, besonders beliebt. Der Sozialfonds „Live Free, Run Free“ ermöglicht eine kostenfreie Teilnahme.

Der Verein Parkour Creation kann kostenlose Kursteilnahmen anbieten dank des Erlöses durch den HafenCity Run 2026.
Der Verein Parkour Creation kann kostenlose Kursteilnahmen anbieten dank des Erlöses durch den HafenCity Run 2026.© MARCELO HERNANDEZ / FUNKE Foto Services

Beim Seiteneinsteiger e. V. stehen die Lese- und Schreibfähigkeiten von Kindern im Vordergrund. Unterstützt wird dieses Jahr die kuschelige „Riesenraupe“ Leselotte. Sie macht unter anderem in Grundschulen in Harburg, auf der Elbinsel, in Wilhelmsburg, Kirchdorf und auf der Veddel Halt. In jeder ihrer Taschen steckt ein anderes lustiges oder aufregendes Kinderbuch, das die Lust am Lesen wecken soll.

Familien finden Austausch beim „SonntagsPlatz“

Lernen mit Spaß zu verbinden, ist auch das Ziel der Climb gGmbH. In den Climb-Lernferien betreuen junge Erwachsene, darunter viele Lehramtsstudierende, zwei Wochen lang Grundschulkinder, die sich in der Schule sonst eher schwertun. Unter den Mottos „Traumberufe“, „Meine Stadt“, „Forschen“ oder „Sport und Ernährung“ erleben die Kinder spannende Lernzeiten. Abgerundet wird das Programm durch gemeinsame Mittagessen, Ausflüge, Schulhofdisco oder mehr.

Gefördert aus Erlös - Climb Lernferien
Climb-Lernferien kann dank der Spende auch Ausflüge anbieten, wie hier in den Kletterpark.© Privat | Privat

Ganze Familien sind zu Gast beim wiederkehrenden Projekt „SonntagsPlatz“ im Bürgerhaus Wilhelmsburg. Gemeinsam können sie vor Ort eine Theatervorstellung genießen, essen, plaudern und neue Kontakte knüpfen. Mit der Spende können die professionellen Theaterkünstler engagiert werden.

Hafencity Run 2026 - Lukulule 38
Ein weiteres gefördertes Projekt aus dem Erlös des HafenCity Runs 2026 ist Lukulule e. V.© Privat | Privat

Selbst auf die Bühne gehen die Kinder und Jugendlichen von Lukulule e. V. in der HafenCity. Der Name ist Programm: Lust an Kunst und Lust am Leben. Fast täglich finden Musik-, Tanz- und Schauspielkurse für verschiedene Altersgruppen statt. Zudem gibt es einen offenen Treffpunkt, der mit der Förderung weiter ausgestattet wird.

Kreative Angebote für Kinder in Wilhelmsburg

Auch beim Stadtteilzirkus Willibande in Wilhelmsburg werden die Kinder selbst kreativ. Qualifizierte Zirkustrainer bieten ein künstlerisch-kreatives Bewegungsformat für Teilnehmer von vier bis 14 Jahren an, das motorische Fähigkeiten genauso wie soziale Kompetenzen trainiert.

Hafencity Run 2026 - Honigfabrik
Gefördert mit Erlös des HafenCity Runs 2026: der Trommel-Kurs in der Honigfabrik.© Privat | Privat

Rhythmisch wird es beim Kinderkultur-Programm der Honigfabrik Wilhelmsburg. Mit dem Erlös des HafenCity Runs kann in den Herbstferien ein neuer Workshop starten, in dem Kinder zwischen sechs und 14 Jahren Trommeln bauen und die Grundtechniken lernen. Am Ende gibt es eine Präsentation. Nach den Ferien geht es weiter in einem regelmäßigen wöchentlichen Angebot – den „Drum Circle Kids“.

In der Wilhelmsburger Bahnhofspassage dürfen Groß und Klein sich kreativ austoben: bei „Bauen mit Lehm“ von Bunte Kuh e. V. Unter einer großen Zeltbühne gestalten Schul- und Kitagruppen, Menschen aus Behinderten-, Stadtteil- und Flüchtlingseinrichtungen und Familien in der fünfwöchigen Bauzeit Skulpturen, Monster und fantasievolle Stadtlandschaften.

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Beim Kreativgarten Wilhelmsburg wird ebenfalls mit Lehm gearbeitet, aber auch mit Holz, Farben und anderen Materialien. In dem offenen Garten können Teilnehmer zwischen vier und 16 Jahren aber auch ein eigenes Gärtchen pflegen oder die Projekt-Tiere (Bienen, Hühner, Enten, Kaninchen) versorgen. Abends gibt es ein geselliges Beisammensein am Feuer mit Stockbrot.

Hafencity Run 2026 - Kreativgarten
Gefördert aus Erlös des HafenCity Runs 2026: der Kreativgarten Wilhelmsburg arbeitet mit Naturmaterialien.© Privat | Privat

Kinder, die psychische, körperliche oder sexualisierte Gewalt erlebt haben, erhalten beim Kinderschutzzentrum Harburg qualifizierte psychologische Unterstützung, um die Folgen schwerer Traumatisierungen bewältigbar zu machen. Mit der Spende können die therapeutischen Einzelstunden, Beratungsstunden für Pflegeeltern sowie die notwendige Vor- und Nachbereitung der Therapien finanziert werden.

Rund 3000 kleine und große Teilnehmer profitieren insgesamt über diese sozialen Angebote vom Erlös des HafenCity Runs. Die zweite Hälfte des erlaufenen Geldes fließt in die Einzelfallhilfe von Hamburger Abendblatt hilft e. V. Damit kann der Verein mehr als eintausend Hamburgerinnen und Hamburger unterstützen, die gesundheitlich oder finanziell in Not geraten sind.

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