Unbeschwerter Urlaub für Kinder und Jugendliche

9.1.2026
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1 Minute. Von: Heike Wander. Reise der Schule Hirtenweg nach Schönhagen. Der Abendblatt-Verein finanzierte ein Pflegebett für Adele. © Schule Hirtenweg | Schule Hirtenweg

Im Jahr 2025 haben wir für Urlaubsreisen 58.497 Euro ausgegeben. Möglich war das nur durch die Urlaubsmünzen-Aktion der Hamburger Sparkasse, deren Spendensumme von 46.657,86 Euro den Großteil der Finanzierung möglich machte. Reisende geben dabei ihre Scheine und Münzen aus aller Welt zugunsten von Hamburger Abendblatt hilft e.V. in die Sammelboxen, die in jeder Haspa-Filiale stehen. „Mein großer Dank gilt allen Hamburgerinnen und Hamburgern, die auch in diesem Jahr wieder ganz viel Herz beweisen und bedürftigen Kindern und Jugendlichen eine kleine Auszeit schenken“, sagt Dr. Harald Vogelsang, Vorstandssprecher der Haspa.

Adele konnte mitfahren, weil Abendblatt hilft ein Pflegebett finanzierte

Nach Schönhagen fuhr die 8b aus der Schule Hirtenweg, deren Schwerpunkt auf körperlich-motorischer Entwicklung liegt. Die Schüler Rafael und Eljesa baten den Abendblatt-Verein um Unterstützung: „Wir möchten als Klasse auf unsere erste gemeinsame Reise fahren. Wir freuen uns schon alle drauf, doch leider haben wir ein Problem. Eine Schülerin aus unserer Klasse, Adele, braucht unbedingt ein Pflegebett. Sie muss seit ihrer Geburt beatmet werden. Adele konnte noch nie woanders übernachten. Wir wollen sie unbedingt dabeihaben. Können Sie uns bitte helfen?“ Unser Verein sorgte für die Lieferung eines Pflegebetts in die Ferienanlage. So genoss die Klasse schöne Sommertage an der Ostsee und die Reise trug bei zu mehr Selbstständigkeit. „Für unsere Schüler ist es eine Seltenheit, etwas ohne ihre Eltern außerhalb des eigenen Zuhauses zu unternehmen, geschweige denn, mal woanders zu übernachten“, sagte Klassenlehrerin Lisa Lubosch.

Kutterfahrt, Sandburgen bauen und Drachen steigen lassen

Weitere Reisen gingen unter anderem nach Sylt oder ins Weserbergland. Von einem ambulanten Team für Familien aus Harburg gab es eine begeisterte Rückmeldung: „Direkt am Nachmittag haben wir den Lister Weststrand mit den Kindern besucht. Nicht alle trauten sich ins Wasser, aber beim Sandburgenbauen, Fußballspielen oder Drachensteigenlassen konnte sich jeder die Zeit gut vertreiben. Dieses Jahr hatten wir großes Glück mit dem Wetter und konnten bei schönstem Sonnenschein jeden Tag an den Strand gehen. Es gab auch eine Kutterfahrt zu den Seehundbänken und eine Wattwanderung.“

Kletterreise ins Weserbergland infizierte Jugendlichen mit „Klettervirus“

Das Projekt Rock Ith! vom Verein SME für Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren bekam eine Spende für eine Kletterreise ins Weserbergland. „Wir hatten eine fantastische Zeit mit begeisterten Teilnehmer*Innen“, schrieb uns Betreuer Ferdinand Schneider. „Die Motivation war riesig, alle wurden vom Klettervirus infiziert. Schon die tägliche Wanderung zu den Felsen mitsamt Ausrüstung war für viele ein kleines Abenteuer. Mit jedem Kletterversuch wuchs das Selbstvertrauen. Gleichzeitig übten sich die Jugendlichen im gegenseitigen Sichern. Sichern heißt: Vertrauen schenken und Verantwortung tragen. Dieses Wechselspiel war eine unserer zentralen pädagogischen Botschaften auf dieser Reise.“ Ein Mädchen sagte im Anschluss: „Das war eines der eindrücklichsten Erlebnisse meines Lebens. Es hat mich so viel Kraft gekostet, mich zu überwinden – aber das war es absolut wert! Das freie Hängen in der Luft war richtig cool – ich bin so stolz auf mich.“

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Die Reisen sind viel mehr als Bildung, sie ermöglichen jungen Menschen, ihr Selbstbild zu erweitern, eigene Fähigkeiten zu entdecken, neue Freunde zu finden. Und vor allem: unbeschwert viel Spaß zu haben.