Lernschwächen treffen Kinder aus allen Gesellschaftsschichten, aber wenn sie nicht behandelt werden, können sie wegen der großen psychischen Belastung zu Krankheiten wie einer Depression führen und die Teilhabe am Leben erschweren. Menschen mit unbehandelter Dyskalkulie könnten später keine Bankgeschäfte erledigen, Legastheniker keine Schilder oder Rezepte lesen.
Deswegen finanziert der Verein Hamburger Abendblatt hilft gezielte Lerntherapien für einzelne Schülerinnen und Schüler, die aus finanzschwachen Familien kommen. Sie benötigen eine Empfehlung des Lehrers, wir erhalten die Zeugnisse und den Nachweis der Bedürftigkeit der Eltern. Diese Unterstützung ist teuer: Ein Jahr Lerntherapie kostet im Durchschnitt pro Kind 2500 Euro.

Der Erlös der Abo-Kampagne geht zu 100 Prozent an den Abendblatt-Verein
Um künftig noch mehr Kindern Lerntherapien zu ermöglichen, hat sich das Hamburger Abendblatt eine Abo-Kampagne zugunsten des Abendblatt-Vereins erdacht. Die zehn Euro für ein Abonnement (E-Paper oder Print) gehen zu 100 Prozent an Hamburger Abendblatt hilft e.V. Und die Haspa macht mit bei der Aktion: Die Sparkasse verdoppelt jede Abo-Spende (bis zu 1000 Stück). Man kann das Abendblatt-Abo für sich selbst nutzen oder an einen Bekannten oder Freund verschenken – so oder so hilft man damit lernschwachen Kindern, bietet ihnen die Chance auf eine bessere Zukunft. Die Aktion startet ab sofort. Das Abo endet automatisch nach einem Monat.

Lerntherapie gibt es für die Kinder, die eine Lese-Rechtschreib- oder Rechenschwäche haben oder Schwierigkeiten sich zu konzentrieren und nicht wissen, wie sie lernen sollen. Davon sind leider relativ viele Kinder betroffen, aber es ist die Grundvoraussetzung, um überhaupt in der Schule mitzukommen und in eine höhere Schule zu wechseln. Lerntherapie wird vor allem in wöchentlichen Einzelstunden gegeben. Es unterrichten Lehrkräfte mit zusätzlicher Ausbildung. Das ist keine Therapie im klassischen Sinne, sondern strukturiertes Training bei den Schwächen, aber auch beim Aufbau von Selbstbewusstsein, Konzentrations- und Entspannungsübungen.
Anbei einige Beispiele, bei denen der Verein geholfen hat:
Anders als viele andere Sechsjährige wollte Guliia D.s Tochter Sara von Anfang an nicht gern in die Schule gehen. „Sie hatte einfach keine Lust darauf“, sagt die alleinerziehende Mutter. „Seit sie jedoch die Lerntherapie bei Jasmin Apcin macht, ist diese Unlust weg.“ Seitdem gehe sie gern in die Schule. Der Zehnjährigen fiel vor allem das Rechnen schwer. „Aber wir machen das mit Jasmin ganz spielerisch und sie zeigt uns Tricks, die ich nutzen kann. Hier lerne ich viel entspannter. Denn mein Lehrer schreit ganz schön viel rum“, sagt das zierliche Mädchen. Ohne den Abendblatt-Verein hätte Guilia D. die Lerntherapie bei Jasmin Apcin nicht bezahlen können und ihre Tochter wäre womöglich zu einer kompletten Schulverweigerin geworden. „So wurde der Teufelskreis durchbrochen“, sagt Guilia D. dankbar.

„Zum Glück gibt es die Finanzierung durch den Verein Hamburger Abendblatt hilft. Ich bin so froh, dass ich schon ganz vielen Kindern dadurch helfen konnte“, sagt Lerntherapeutin Jasmin Apcin. Blieben die Lernschwierigkeiten ungelöst, entwickelten ihrer Erfahrung nach die Kinder große Probleme und litten immens, sagt die studierte Pädagogin. So seien jedoch die ersten ihrer Schützlinge auch schon im Berufsleben gelandet.
Wir helfen einem Jungen mit Sprachentwicklungsstörung
Markus Z. (alle Namen verändert) schrieb uns verzweifelt: „Unsere Notlage besteht darin, dass wir die Kosten für die Weiterführung der dringend benötigten Lerntherapie für unseren Sohn Daniel nicht stemmen können.“ Daniel besucht die siebte Klasse der Stadtteilschule Bergedorf. Aufgrund einer Legasthenie hat er größte Schwierigkeiten mit dem Schreiben. Durch eine spezielle Lerntherapie konnte sich der Junge im Lesen schon deutlich weiterentwickeln. Daniel ist ein sehr intelligenter Junge mit einem IQ von 120. Aufgrund einer Sprachentwicklungsstörung kann er sich jedoch vor allem schriftlich nicht so ausdrücken wie Gleichaltrige, worunter er sehr leidet. Da der Vater durch eine Erkrankung aktuell arbeitsunfähig ist und das Einkommen der Mutter als Ganztags-Reinigungskraft nicht ausreicht, übernimmt Hamburger Abendblatt hilft e.V. die Kosten für die Fortsetzung der so dringend benötigten Lerntherapie. Nach der Zusage schrieb der Vater uns erneut, dieses Mal mit ganz anderem Tonfall: „Das ist ein großes Geschenk für uns und entlastet uns sehr. Herzlichen Dank für diese gute Nachricht!“
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Eine Mutter, für deren Kinder wir über mehrere Jahre Lerntherapien finanziert haben, schrieb uns Folgendes: „Ich möchte mich von ganzem Herzen bei Ihnen und dem Team von Hamburger Abendblatt hilft e.V. für die langjährige und großzügige Unterstützung meiner Kinder, insbesondere meines Sohnes, bedanken. Dank Ihrer Hilfe konnte er große Entwicklungsschritte machen. Auch meine Tochter hat von Ihrer Förderung profitiert. Sie hat kürzlich die Mittlere Reife erfolgreich abgeschlossen und ihre Ausbildung zur Schiffsmechanikerin im August begonnen – ein Schritt, auf den sie sich sehr freut. Auch in ihrem Werdegang haben Sie durch Ihre Hilfe einen wichtigen Beitrag geleistet, wofür ich Ihnen ebenfalls sehr dankbar bin. Es ist nicht selbstverständlich, in schwierigen Zeiten eine so verlässliche und einfühlsame Hilfe an der Seite zu haben. Ihre Arbeit macht einen echten Unterschied, und ich bin Ihnen zutiefst verbunden für alles, was Sie für uns getan haben.“
Infos zur Abo-Kampagne: Tel: 040/55 44 71 700, www.abendblatt.de/spendenabo26



